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Gästeresidenz PelikanViertel
Pelikanstraße 11
30177 Hannover

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Alles Bio, Fair Trade oder von lokalen Anbietern auf unserem Frühstücksbuffet - unsere erste Halbjahresbilanz

Das erste halbe Jahr seit der Umstellung unseres Frühstücksbuffets - von einem klassischen Hotel-Angebot auf eine nachhaltige, aus vielen Bio-Produkten, Fair Trade Ware oder hochwertigen Lebensmitteln von lokalen Anbietern bestehende Morgenmahlzeit für unsere Gäste - ist bereits um. Zeit, um mal zu schauen - ob sich dadurch etwas verändert, verbessert oder gar verschlechtert hat.

 

Welche unserer bohrenden Fragen, die wir uns ganz am Anfang stellten, haben jetzt noch Substanz?

I. und mega wichtig - wie würde ein nachhaltiges Frühstücks-Buffet bei unseren Gästen ankommen?

Das Bild zeigt unseren Frühstücksraum mit dem Frühstücksangebot wie es vor unserer Umstellung war. Als wir, das Team der Gästeresidenz PelikanViertel, im September 2016 auf unserem Workshop in Rom beschlossen haben, dass wir den Schritt wagen wollen, fanden wir uns - ehrlich gesagt - ziemlich mutig und zwar aus verschiedenen Gründen.

Würden unsere Gäste diesen Schritt zu einem nachhaltigeren Angebot mit uns mitgehen?

Die letztendlich wohl entscheidende Frage. Denn, eines war uns von vorneherein bewusst: bei einem Verkaufspreis von 9,50 € würde es nicht bleiben können. Aus netto 7,98 € ein viel wertigeres, nachhaltiges Buffetangebot zu offerieren, welches unserem Anspruch gerecht wird und aus viel viel Bio, Fair Trade oder regionalen Leckereien besteht - das würde für uns aus betriebswirtschaftlicher Sicht nicht funktionieren. Zwei Maßnahmen standen also gleich am Anfang - mit der Entscheidung dafür - ebenso fest: eine Anhebung des Frühstückspreises auf 12,00 €, bei einer gleichzeitigen Komprimierung der ursprünglichen Gesamtauswahl.

Wie reagieren unsere ganz unterschiedlichen Gästesegmente darauf?

Geschäftsreisende, Messegäste und Privatreisende - die Ansprüche an ein gutes Frühstücksbuffet sind so verschieden und so individuell wie die Gesellschaft in der wir leben. Sind es für den einen sein Heißgetränk, ein Ei und das schnelle Brötchen mit Marmelade, für den nächsten Cerealien, Käse und Aufschnitt, eine vegetarische oder vegane Sortimentsvielfalt, so sind es für den übernächsten vielleicht das Angebot an laktose- oder glutenfreien Produkten.

Können Serviced Apartments, Boardinghouses oder Hotels der Erwartungshaltung eines jeden Gastes heutzutage überhaupt noch gerecht werden? Unsere Erfahrungen mit unserer vorherigen Frühstücksbuffetversion liefen in eine nicht so aussichtsreiche Richtung. Aus der Tatsache heraus, das wir keine warmen Eierspeisen zubereiten dürfen, rüsteten wir in der Vergangenheit unsere Standardauswahl stetig weiter auf und hatten zudem über sechs Jahre lang eine monatlich wechselnde Themenecke im Angebot, in der sich saisonales, ländertypisches oder gerade trendiges zum Verzehr am Morgen präsentierte.

 

Eine hohe Gästezufriedenheit ist uns dadurch sicher gelungen. Enthusiastische, echte Gästebegeisterung - also solche, bei der uns unsere Gäste von sich aus und ohne dass wir großartig nachfragen bei Check-out von unserem Frühstücksbuffet vorschwärmen - die ebbte irgendwie zunehmend ab.

 

Wir waren uns wirklich nicht sicher, ob all unsere Gäste unseren Wechsel zu einem nachhaltigeren, ökologischeren Angebot honorieren würden - doch unser Wunsch nach einem qualitativ besseren Frühstück war stärker und es fühlte sich gut und richtig an.

Werden unsere Gäste wirklich auf ihre geliebte Nuss-Nougat-Creme verzichten können?

In der Vorbereitungsphase auf die Umstellung haben wir sehr viele Gespräche geführt und uns mit den verschiedendsten Lieferanten an einen Tisch gesetzt. Bei den großen Einkaufsgesellschaften stellte sich dann schnell für uns heraus, dass sie aufgrund ihrer schwerfälligen Struktur und der kaum bzw. nicht in der Tiefe vorhandenen Bio-Sortimentsvielfalt nicht als Lieferpartner infrage kommen würden. Jedes einzelne Produkt wurde von uns neu und aus nachhaltiger Sicht hinterfragt.

Auch wir sind mit diesem Brotaufstrich groß geworden und haben diese Nuss-Nougat-Creme als solches zuvor nie als etwas anderes gesehen als eine leckere Süßigkeit, die viele schöne Kindheitserinnerungen weckt und zu einem Frühstück einfach traditionell dazugehört. Und auch wir hatten vorher 20g-Portionen in Plastikverpackung auf dem Frühstücksbuffet. Für unser Vorhaben schied sie jetzt jedoch, aufgrund der Verwendung von nicht zertifiziertem Palmöl, aus.

Nicht nur über Facebook haben wir vorweg diese Gäste-Umfrage gestartet. Und. Wir haben diese sehr gut schmeckende Alternative gefunden, die sogar Palmöl-frei ist.

II. Finden wir zuverlässige Bio-Lieferanten?

Für uns stand fest, dass wir es konsequent durchziehen wollen - inklusive weiterer Reduzierungen von Verpackungsmüll. Von der Milch, die jetzt Biomilch ist (und das natürlich auch in unserer Kaffeespezialitätenmaschine), vom Mehl und den Eiern, die wir nun in Bio-Qualität für den Waffelteig verwenden bis hin zur Bio-Margarine, Bio-Joghurt, Fair Trade-Kaffee und -Säften, Bio-Marmeladen, Bio-Rohmilchkäsen, Brot vom Handbäcker aus Hannover, Aufschnittsorten vom Fleischer aus der Region, hochwertige Bio-Müslis, eine sehr spezielle Auswahl an veganen, vegetarischen und auch gluten- oder laktosefreien Produkten und und und. 

Unser langer Weg vom Finden eines Bio-Großhandels, über lokal ansässige Produzenten bis zum kleinen Start-up mit außergewöhnlichen Bio-Produkten...

Es hat Monate gedauert. Monate, in denen wir viel gelernt haben und zwischendrin als Newbies auch beinahe verzweifelt sind bei unserer Suche nach geeigneten Lieferanten. Und dann. Endlich. Haben wir ihn gefunden. Den Großhandel für Naturkost, der auch uns beliefern kann und will.

Ein niedersächsischer Bio-Pionier, den es seit über 30 Jahren gibt, der mittlerweile mehr als 9.000 Bio-Produkte zur Auswahl hat und der uns die Sicherheit in der täglichen und ausreichenden Bereitstellung von gewünschten Bio-Produkten gibt: die Kornkraft Naturwaren GmbH. Ab diesem Moment wurde alles für uns ganz leicht.

 

Auch auf der Weltleitmesse für Bio-Lebensmittel, der BIOFACH in Nürnberg, waren wir. Dort haben wir uns informiert und Kontakte zu Einzelhändlern und einigen Start-ups aufgebaut, denn im Bereich der Bio-Lebensmittel und Bio-Getränke gibt es sehr viel Neues zu entdecken. Äußerst hilfreich war es hierbei auf einen alten Freund zu treffen, der schon bei der allerersten Biofach-Messe dabei war, sich in der Bio-Szene bestens auskennt und uns Insider-Tipps gab.  

 

Wir beziehen nicht ausschließlich über den Bio-Großhandel, sondern auch direkt bei den Produzenten selbst und entdecken auch im siebten Monat nach der Umstellung ständig noch Unbekanntes. Und wir lernen jeden Tag dazu, denn auch unter den Bio-Lebensmitteln gibt es manchmal gewaltige Geschmacksunterschiede.

III. Kann sich ein Economy-Boardinghouse ein Frühstück mit ökologischen Produkten überhaupt leisten? Rechnet sich das?

Wie schon erwähnt haben wir die Anzahl der Produkte insgesamt reduziert und dafür ist Besseres, Wertigeres, Leckereres, Gesünderes, nachhaltiger Hergestelltes aufs Buffet an seine Stelle gerückt. Das nehmen nicht nur unsere Gäste wahr, auch unser Team hat das verinnerlicht. Es ist, als ob sich unser, doch bisweilen sehr routinierte, bisherige Umgang mit Lebensmitteln, durch den Wechsel auf Bio-Produkte grundlegend verändert hat.

Die positiven Nebeneffekte

Die Tomate, die vielleicht eine klitzekleine Delle hat, wird nicht gleich entsorgt - weil wir wissen, sie schmeckt trotzdessen hervorragend und nach einer echten Tomate. Wenn es nicht so klischeehaft daherkommen würde, würden wir glatt behaupten, wir hätten unsere Liebe zu Lebensmitteln wieder entdeckt.

 

Ohne hier unsere Wareneinsätze aufzudecken, können wir voller Team-Stolz berichten, dass wir uns hier unterhalb der budgetierten Werte bewegen.

Darüber hinaus gehen wir davon aus, das durch Zeiteinsparungen aufgrund der kleineren Produktpalette z.B. bei monatlichen Food & Beverage Inventur, der täglichen Kontrolle von Lieferscheinen und Rechnungen, der Aufgabe von Bestellungen und Annahme von Lieferungen, der fachgerechten Lagerung bis hin zu den Vorbereitungsarbeiten (Mise en place) für das tägliche Frühstücksbuffet sich auch die Prime Cost aufs Jahr gesehen noch mehr zum Positiven verändern wird als es schon sowieso der Fall ist.

 

Ein weiterer kleiner Nebeneffekt ist, dass aufgrund der reduzierten bzw. nicht mehr vorhandenen Verpackungseinheiten auf dem Buffet, die Ware nicht mehr so häufig und im größeren Stil - nach dem eigentlichen Frühstück - aus dem Frühstücksraum 'getragen' wird/ werden kann, wie noch zuvor. Auch dieses positive Gastverhalten entlastet unsere Wareneinsätze, die ja stimmen müssen, damit ein Verkaufspreis gehalten werden kann.

In der Gästeresidenz PelikanViertel sind alle happy mit diesem neuen und auch zertifizierten Frühstücksangebot

So, wie wir es bisher wahrnehmen, war unsere Entscheidung für den Wechsel auf ein nachhaltiges Frühstücksbuffet, die absolut richtige. Von unseren Zweifeln am Anfang ist nicht mehr viel übrig geblieben.

 

Wir haben wieder begeisterte Frühstücks-Gäste, die uns das auch wissen lassen. Und darüber freuen wir uns am allerallermeisten. Denn, wir sind gerne gute Dienstleister am Gast.

 

Warum wir uns die Zeit nehmen um über unser erstes halbes Jahr zu berichten? Und dabei auch einen Blick hinter die Kulissen gewähren? Weil wir gerne mehr Hotels und Serviced Apartments dazu ermutigen möchten diesen Schritt zu gehen. Wenn uns als ein Boardinghouse im Economy-Sektor diese Umstellung auch wirtschaftlich gelingt, dann dürfte es für alle anderen ebenso möglich sein.  

 

Natürlich gibt es bereits bundesweit vielzählige, spezialisierte Bio-Hotels oder Bio-Restaurants - doch in Hannover sind wir derzeit noch das einzige Hotel bzw. Apartmenthaus, das sich in dieser Form im Frühstücksbereich einem nachhaltigeren Konzept widmet und damit einen kleinen Schritt in der ökologischen Mitverantwortung weiter nach vorne geht. Nur wenn viele von uns in diese Richtung denken und handeln, dann kann sich für unseren Planeten etwas verändern - und zwar zum Besseren.  

Wenn Bio auch noch auf einen wohltätigen Zweck trifft

Und das ist für uns die absolute Königsklasse: Wenn ein nachhaltiges, schmackhaftes Produkt von einem jungen, zukunftsorientierten Unternehmen produziert wird und - wie in diesem Beispiel von HeyHo! - die Herstellung dieses leckeren Bio-Granola mit Menschen geschieht, deren Lebenswege nicht so - sagen wir mal - "optimal" verlaufen sind. Dann schließt sich ein Kreis von dem viele gemeinschaftlich auf eine Art profitieren, der nicht ausschließlich die reine Wirtschaftlichkeit im Fokus hat - sondern einer, der eine Gesellschaft wieder zusammenwachsen läßt.

 

Ab August werden wir HeyHo! Granola auf unserem Buffet in der Themenecke - die es immer noch monatlich gibt - präsentieren.

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